Eine ausländische Heiratsurkunde belegt, dass eine Ehe im Ausland geschlossen wurde. Konsularbeamte deutscher Vertretungen (Botschaften und Generalkonsulate) feiern keine Eheschließungen mehr. Der Ort, an dem die Ehe geschlossen wurde, bestimmt nicht automatisch, welches Gericht für den Fall zuständig ist oder welches Recht auf das Scheidungsverfahren angewandt wird. Beides ist im Einzelfall zu klären. Rechtsanwalt Binder ist dienstags ab 14.15 Uhr erreichbar (bitte nicht vorher, da die Anrufe erst ab 14.15 Uhr registriert werden!) Telefonisch wie folgt: Für weitere Informationen zum Antragsverfahren wenden Sie sich bitte an das Register an Ihrem Wohnort oder am Ort Ihrer beabsichtigten Eheschließung oder an das zuständige Landesjustizministerium. Die Anträge müssen auf einem amtlichen Formular gestellt werden, das bei den Standesämtern, den Landesjustizbehörden und bei den deutschen Auslandsvertretungen erhältlich ist. Heutzutage ist es in den meisten Ländern möglich, von den lokalen Behörden oder Personen, die berechtigt sind, Ehen zu feiern, zu heiraten. Verbindliche Informationen über die genauen Formalitäten sind nur bei den lokalen Behörden oder den betroffenen Personen erhältlich. Nach den allgemeinen Grundsätzen des Verfassungs- und Völkerrechts haben Gerichtsurteile und ähnliche souveräne Handlungen nur im Hoheitsgebiet des Staates, in dem sie erlassen oder vollsterfolgt wurden, unmittelbare Rechtswirkung. Jedem Staat steht es frei zu bestimmen, ob und unter welchen Bedingungen er ausländische souveräne Handlungen anerkennt, sofern er nicht vertraglich dazu verpflichtet ist.

Die Auflösung einer Ehe gilt daher grundsätzlich nur in dem Zustand, in dem sie aufgelöst wurde. In Deutschland gilt eine im Ausland aufgelöste Ehe nach wie vor als noch bestehend. So werden der Mann und die Ehefrau bis zur Anerkennung der ausländischen Scheidung weiterhin als solche in deutschen Personenstandsregistern und Einwohnerregistern aufgeführt (eine “schlanke Ehe”). Es ist daher nicht möglich, in Deutschland eine neue Ehe einzugehen, bevor die Scheidung anerkannt wurde, da es groß wäre. Gleich zu Beginn meiner beruflichen Laufbahn als Rechtsanwalt im Familienrecht im Jahr 2000 habe ich mich auf diese Bereiche spezialisiert und beschäft mich auch in diesen Bereichen weiter.