Die folgenden Arbeitgeberorganisationen, die auf nationaler Ebene tätig sind, schließen Tarifverträge ab. Eine wichtige Neuentwicklung war die Gründung des Arbeitgeberverbandes Pflege im Jahr 2009, der darauf abzielte, eine Branchenvereinbarung mit DHV/medsonet abzuschließen, was von anderen Organisationen abgelehnt worden war. Auch einige Arbeitgeberorganisationen befürworten, andere lehnen die Festlegung eines Mindestlohns für Beschäftigte im Gesundheitswesen ab. Es gibt Rivalitäten zwischen ver.di und dem Marburger Bund. 2005 entschied sich MB wegen eines Uneinigkeits über einen neuen Rahmentarifvertrag für den öffentlichen Sektor (DE0607019I, DE0503203F) für ein Verhandlungsbündnis mit ver.di. MB ist der Ansicht, dass durch getrennte Verhandlungen bessere Konditionen für Ärzte erreicht werden können. Ver.di kritisiert MB für diesen Schritt und beharrt auf seinem Verhandlungsrecht für alle Mitarbeiter im Gesundheitswesen. Anders als bei Krankenhäusern liegen keine Daten über die Deckungsquote privater Pflegeanbieter vor. Vermutlich fallen mehr Arbeitnehmer unter kirchliche Richtlinien als tarifliche Vereinbarungen. Bei den privaten Krankenhaus- und Klinikbeschäftigten gibt es eine Rahmenvereinbarung von BDPK und DHV/medsonet über die Arbeitszeit und das Renumerationssystem, aber in den meisten deutschen Regionen gibt es keine Lohnvereinbarungen für mehrere Arbeitgeber. Nur wenige Regionalverbände der BDPK haben Tarifverträge mit ver.di oder DHV/medsonet abgeschlossen.

Die Vereinbarung von 2009 von bayernlig und ver.di sah eine Gehaltserhöhung von 3 %, die Wiedereinstellung flexibler Arbeitszeitregelungen und die Bereitstellung von Freizeit- und Arbeitszeitgutschriften im Austausch für Bereitschafts- und Bereitschaftsdienste vor. In den meisten Fällen beschränken sich Die Vereinbarungen mit einem Arbeitgeber auf Lohnfragen und Arbeitszeiten. Unternehmensvereinbarungen, die einen breiteren Anwendungsbereich von Bestimmungen regeln, nehmen häufig TVöD-Pflege/Tdl-Pflege als Referenz an. Der von Helios Kliniken und ver.di 2007 geschlossene Betriebsvertrag kann als eher außergewöhnlicher Fall angesehen werden. Darüber hinaus enthält es eine Vereinbarung über die Ausbildung, die speziell auf die berufliche Entwicklung und die Lohnerhöhung des Pflegepersonals abzielt. Außerdem wird in einer Rahmenvereinbarung Einstellungsprobleme behoben, indem sie einen befristeten Zuschlag von 100 Euro für weibliche Rückkehrerinnen für Kinderbetreuungsdienste vorsieht. Der Bereitschaftsdienst wird laut TvöD abgerechnet; Arbeitnehmer, die Nachtschichten und rotierende Schichten durchführen, haben jedoch Anspruch auf zusätzliche Urlaubstage. Der 2009 von Arbeitgeberverband Pflege und DHV/medsonet – seit dem 1. August 2010 durch einen branchenmäßigen Mindestlohn übergeordnete Tarifvertrag für Hilfspflegekräfte – hat ausschließlich ein Grundgehalt geregelt. Die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di ist die größte in diesem Sektor tätige Gewerkschaft. Im Jahr 2009 hatte die DGB-Mitgliedsorganisation 2.138 200 200 Mitglieder (Beschäftigte und Beamte) in einem breiten Spektrum von privaten und öffentlichen Sektoren. Im Gesundheitswesen ist Ver.di an Tarifverhandlungen auf branchenübergreifender, sektoraler und betrieblicher Ebene beteiligt.

Die Lohneinheit der weltlichen Wohltätigkeitsorganisation Arbeitwohlfahrt, Arbeitgeberverband AWO Deutschland, ist ein Vorgänger der 2004 aufgelösten AWO-Bundesarbeitgeberorganisation. Tarifverträge des neuen Arbeitergeberverbandes sind für regionale und lokale AWO-Mitgliedsverbände nicht mehr bindend.